Funktionieren-Check: Wie viel kostet Sie Ihr Alltag?

Ein Selbst-Check in 15 Aussagen. Kostenlos, sofort ausgewertet, ohne E-Mail-Adresse.

Es gibt eine Form von Erschöpfung, die niemandem auffällt, weil sie nichts kaputtmacht. Die Termine werden gehalten, die Zusagen eingelöst, die Verantwortung getragen. Von außen sieht das nach Souveränität aus. Innen fühlt es sich an wie ein Motor, der seit Jahren im oberen Drittel läuft und dem niemand mehr zuhört.

Der Grund dafür ist selten Faulheit und fast nie Überlastung allein. Er ist meist ein Satz, der so früh gelernt wurde, dass er nicht mehr wie ein Satz klingt, sondern wie eine Tatsache: Ich muss das allein schaffen. Ich darf keine Schwäche zeigen. Ich bin nur wertvoll, wenn ich nützlich bin. Solche Sätze setzen das Tempo, und sie fragen nicht nach Reserven.

Die folgenden fünfzehn Aussagen sind kein Burnout-Test und keine medizinische Einschätzung. Sie bilden ab, wie weit das Verhältnis zwischen Belastung und Erholung bei Ihnen aus dem Gleichgewicht ist — und woran es liegt. Antworten Sie zügig; der erste Impuls ist meist der genauere.

Was die Auswertung bedeutet — und was nicht

Der Punktwert beschreibt ein Verhältnis: wie viel Ihr Alltag Sie kostet und wie viel davon zurückkommt. Er misst nicht, wie belastbar Sie sind, und er sagt nichts darüber, ob Sie Ihre Arbeit gut machen. Wer hier hohe Werte hat, macht sie meist sehr gut. Ein hoher Wert ist kein Befund. Er zeigt, dass die Rechnung seit einiger Zeit nicht mehr aufgeht.

Aufschlussreicher als die Summe ist, wo die Punkte liegen. Die Aussagen kreisen um drei Fragen: welche inneren Sätze das Tempo vorgeben, wie gut Sie Grenzen setzen und ob Erholung noch ankommt. Die inneren Sätze sind: allein schaffen, keine Schwäche zeigen, nur nützlich etwas wert sein. Liegen Ihre hohen Antworten vor allem bei diesen Sätzen, sind die Folgen meist noch überschaubar und das Muster gut zu bearbeiten. Liegen sie zusätzlich bei Schlaf, Reizbarkeit und einem Wochenende, das nicht mehr erholt, dann hat sich das Muster bereits im Alltag festgesetzt.

Achten Sie besonders auf die letzte Aussage. Wer ehrlich sagt, dass er dieses Tempo nicht mehr lange durchhält, weiß meist schon länger, dass sich etwas ändern muss. Und schiebt es auf, weil das Aufschieben zum selben Muster gehört.

Was der Check nicht kann: Er unterscheidet nicht zwischen einer anstrengenden Phase und einer Erschöpfung, die ärztlich angeschaut werden sollte. Wo diese Grenze liegt, steht im nächsten Abschnitt.

Wann Coaching der richtige Rahmen ist — und wann nicht

Coaching kann passen, wenn Sie im Alltag handlungsfähig sind und merken, dass Sie sich ein Tempo vorgeben, das Sie auf Dauer nicht halten. Wir arbeiten dann an den Sätzen, die dahinterstehen, an den Stellen, an denen ein Nein zu teuer erscheint, und an dem, was Erholung wieder möglich machen würde. Das geschieht psychologisch fundiert, systemisch und ohne Ihnen ein Ziel vorzugeben, das Sie nicht selbst gesetzt haben.

Bei diesem Thema ist die Grenze wichtiger als bei anderen. „Burnout“ wird umgangssprachlich für vieles verwendet, von einer harten Woche bis zu einem Zustand, in dem nichts mehr geht. Eine anhaltende Erschöpfung kann körperliche Ursachen haben oder Teil einer depressiven Erkrankung sein. Beides gehört nicht ins Coaching.

Wenn Schlaf, Antrieb oder Stimmung über mehrere Wochen deutlich beeinträchtigt sind, ist der erste Schritt die hausärztliche oder psychotherapeutische Abklärung. Dasselbe gilt, wenn Sie sich morgens kaum noch aufraffen können, wenn Sie Dinge nicht mehr genießen, die Ihnen früher wichtig waren, oder wenn Ihr Körper deutliche Signale sendet. Coaching kann danach oder begleitend sinnvoll sein, aber nicht an Stelle dieser Abklärung.

Wenn Sie unsicher sind, auf welcher Seite dieser Grenze Sie stehen, ist das kein Grund, weiter abzuwarten. Genau das lässt sich im Kennenlerngespräch klären. Wenn ich den Eindruck habe, dass ein anderer Rahmen der richtige ist, sage ich es Ihnen offen und helfe dabei, ihn zu finden.

Häufige Fragen

Ist das ein Burnout-Test?

Nein. Der Check stellt keine Diagnose und ist kein validiertes Verfahren. Er bildet ab, wie sich Belastung und Erholung bei Ihnen zueinander verhalten und welche inneren Sätze das Tempo vorgeben. Ob eine Erschöpfung behandelt werden muss, lässt sich nur ärztlich oder psychotherapeutisch klären.

Was sind innere Antreiber?

Der Begriff stammt aus der Transaktionsanalyse. Er beschreibt früh gelernte Leitsätze wie „Sei stark“ oder „Mach es allen recht“. Sie waren einmal hilfreich und laufen später oft weiter, auch wenn die Umstände sie nicht mehr verlangen. Im Coaching geht es nicht darum, sie abzuschaffen. Es geht darum, dass sie nicht mehr allein entscheiden.

Ich funktioniere doch gut. Warum sollte ich etwas ändern?

Solange die Rechnung aufgeht, vielleicht gar nicht. Der Check fragt deshalb nicht, ob Sie Leistung bringen, sondern was sie Sie kostet. Wenn am Wochenende keine Erholung mehr einsetzt und Sie selbst sagen, dass Sie dieses Tempo nicht mehr lange halten, lohnt es sich, früher hinzusehen, als die Umstände es erzwingen.

Werden meine Antworten gespeichert?

Nein. Die Auswertung geschieht ausschließlich in Ihrem Browser. Es werden keine Antworten gespeichert, nichts übertragen und keine E-Mail-Adresse abgefragt. Sie können die Seite verlassen, ohne eine Spur zu hinterlassen.

Was kostet das, wenn ich weitermachen will?

Das ausführliche Erstgespräch dauert 75 bis 90 Minuten, jede weitere Sitzung 75 Minuten. Die aktuellen Honorare stehen auf einer Seite: Honorar und Ablauf.

Wenn die Belastung vor allem aus der beruflichen Rolle kommt, also aus Verantwortung, Entscheidungsdruck und Erwartungen von mehreren Seiten, finden Sie mehr unter Führungskräfte-Coaching in München. Wie ich arbeite, steht unter Arbeitsweise. Dauer, Honorare und Ablauf stehen gebündelt unter Honorar und Ablauf. Ausführlicher zum Thema: Wenn Funktionieren zur Gewohnheit wird.

Klaus Nemelka, systemischer Coach in München, Porträt

Klaus Nemelka, systemischer Coach in München. Mehr über mich

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