Körper-Check: Wie gehen Sie mit sich um?
Fünfzehn Aussagen zur Haltung, nicht zum Befinden. Kein Gesundheitstest.
Dieser Selbst-Check fragt nicht, wie es Ihnen geht. Er fragt, wie Sie damit umgehen — und das ist etwas anderes.
Die meisten Männer, die diese Frage überhaupt stellen, haben körperlich nichts Dramatisches. Sie haben etwas anderes: einen Maßstab, der zwanzig Jahre alt ist. Es wird weiter mit dem verglichen, was früher ging. Müdigkeit wird überhört, weil man sie immer überhört hat. Vorsorgetermine werden verschoben, und zwar nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil ein Befund etwas bestätigen könnte, das man lieber offen lässt.
Die folgenden fünfzehn Aussagen sind ausdrücklich kein Gesundheitstest. Sie treffen keine Aussage über Ihren körperlichen Zustand und ersetzen keine ärztliche Untersuchung. Sie bilden Gewohnheiten und Haltungen ab. Für alles Körperliche ist die Hausärztin oder der Hausarzt zuständig — und wenn dieser Check dazu führt, dass ein aufgeschobener Termin gemacht wird, hat er seinen Zweck erfüllt.
Was die Auswertung bedeutet — und was nicht
Der Punktwert sagt nichts darüber, wie es Ihrem Körper geht. Er beschreibt, wie Sie mit ihm umgehen: ob Sie hinhören oder überhören, ob Sie sich an heute messen oder an früher, ob Sie Dinge klären oder aufschieben. Ein hoher Wert bedeutet nicht, dass etwas nicht stimmt. Er bedeutet, dass Sie es im Zweifel nicht als Erster erfahren würden.
Die Aussagen lassen sich grob in drei Gruppen teilen. Die erste betrifft das Überhören: Müdigkeit übergehen, Pausen zuletzt einplanen, Veränderungen umdeuten. Die zweite betrifft den Vergleich: der Maßstab von vor zwanzig Jahren, Sport als Leistung statt als etwas, das guttut. Die dritte betrifft das Aufschieben: Vorsorge, die wartet, und das Schweigen darüber. Wer vor allem in der zweiten Gruppe hoch liegt, muss meist klären, woran er sich misst. Wer in der dritten hoch liegt, hat meist etwas zu erledigen.
Achten Sie auf eine bestimmte Kombination: aufgeschobene Vorsorge und die Aussage, dass Sie mit niemandem darüber sprechen. Das ist in dieser Lebensphase das häufigste Muster. Und es ist das einzige, bei dem Abwarten tatsächlich etwas kosten kann.
Was der Check nicht kann: Er trifft keine Aussage über Ihre Gesundheit, und ein niedriger Wert ersetzt keine Untersuchung. Wenn Sie etwas an sich bemerken, das Sie beunruhigt, sind Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt die richtige Adresse, gleich, was dieser Check ergibt.
Wann Coaching der richtige Rahmen ist — und wann nicht
Bei körperlichen Fragen ist der nächste Schritt ein Arzttermin, nicht ein Coaching. Das gilt für alles, was Sie an sich bemerken und einordnen lassen möchten. Und es gilt für jede Vorsorge, die Sie seit einer Weile vor sich herschieben.
Was Coaching leisten kann, ist die Frage davor: warum dieser Termin seit Monaten nicht gemacht wird und was sich ändern müsste, damit er gemacht wird. Dahinter steht selten Nachlässigkeit. Häufiger ist es ein Bild von sich, das nicht angetastet werden soll: belastbar, unverwundbar, auf niemanden angewiesen. Oder die Sorge, dass eine Klärung etwas in Gang setzt, das man lieber noch nicht wissen möchte.
Im Coaching arbeiten wir an diesem Bild und an den Maßstäben, die daran hängen. Das geschieht psychologisch fundiert, systemisch und ohne medizinische Einschätzung. Ich gebe keine Gesundheitsratschläge und beurteile nichts Körperliches. Wenn sich im Gespräch zeigt, dass zuerst etwas ärztlich geklärt werden sollte, sage ich das deutlich.
Häufige Fragen
Ist das ein Gesundheitstest?
Nein. Der Check trifft keine Aussage über Ihren körperlichen Zustand und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Er bildet ab, wie Sie mit Ihrem Körper umgehen: ob Sie hinhören, vergleichen oder aufschieben.
Warum fragt ein Coach nach dem Körper?
Weil die Haltung zum eigenen Körper oft dieselbe ist wie die Haltung zur Arbeit: funktionieren, durchhalten, sich später kümmern. In der Lebensmitte wird dieses Muster meist zuerst am Körper spürbar. Was Coaching dazu beitragen kann, ist der Blick auf das Muster, nicht auf den Körper selbst.
Ich schiebe einen Vorsorgetermin seit Langem auf. Was soll ich tun?
Den Termin machen. Das ist der eine Rat, den dieser Check gibt. Wenn Sie merken, dass Sie ihn trotzdem nicht machen, kann ein Gespräch helfen zu verstehen, was Sie davon abhält.
Werden meine Antworten gespeichert?
Nein. Die Auswertung geschieht ausschließlich in Ihrem Browser. Es werden keine Antworten gespeichert, nichts übertragen und keine E-Mail-Adresse abgefragt. Sie können die Seite verlassen, ohne eine Spur zu hinterlassen.
Was kostet das, wenn ich weitermachen will?
Das ausführliche Erstgespräch dauert 75 bis 90 Minuten, jede weitere Sitzung 75 Minuten. Die aktuellen Honorare stehen auf einer Seite: Honorar und Ablauf.
Zur Arbeit an Neuorientierung und Lebensmitte finden Sie mehr unter Coaching in der Lebensmitte. Wie ich arbeite, steht unter Arbeitsweise. Dauer, Honorare und Ablauf stehen gebündelt unter Honorar und Ablauf.
Ein erster Schritt muss noch keine Entscheidung sein. Im Kennenlerngespräch schauen wir, worum es geht, ob dieser Rahmen der richtige ist und was ein sinnvoller nächster Schritt wäre. Zwanzig Minuten, kostenfrei, unverbindlich.

